Dieses Quiz begleitet Sitzung 1. Es ist rein formativ: nichts wird gespeichert oder benotet, es zählt nicht für die Klausur. Nutze es, um zu prüfen, was schon sitzt und wo du noch einmal in die Folien schauen solltest. Eine falsche Antwort löst eine 10-Sekunden-Sperre aus, bevor ein neuer Versuch möglich ist.
– Scheiterraten & Mythos –
1. Welche Formulierung zu Produkt-Scheiterraten ist am ehesten belastbar?
2. Woher stammt die oft zitierte „90 %“-Scheiterrate?
3. Ungefähr wie viel Prozent neuer Konsumgüter werden laut Victory et al. (2021) innerhalb von zwei Jahren wieder eingestellt? Gib nur die Zahl ein.
4. Bewerte jede Aussage zu Scheiterraten als richtig oder falsch.
Eine Zahl ist belastbar, sobald sie über Jahre hinweg in vielen seriösen
Vorträgen und Artikeln wiederholt wird.
Über 19 Studien aus den Jahren 1945–2004 hinweg häufen sich die
gemessenen Scheiterraten bei 30–49 %.
Die „42 % kein Marktbedarf“ von CB Insights stammen aus einer selbst
ausgewählten Sammlung und sind keine repräsentative Statistik.
Fehlender Product-Market Fit spielt als Scheiterursache in der Praxis
kaum eine Rolle und taucht in den einschlägigen Studien allenfalls am
Rand auf.
– Failure-Taxonomie (Eisenmann) –
5. Ein Startup wächst mit viel Wagniskapital extrem schnell auf zehn Länder, verliert aber pro Bestellung weiter Geld und bricht dann zusammen. Welches Eisenmann-Muster passt am besten?
6. Wie ordnet man den Fall Theranos am besten ein?
7. Welche der folgenden gehören zu Eisenmanns sechs Failure-Mustern? (Mehrfachauswahl möglich)
– Denkweise: NPD, MVP, Pivot –
8. Was unterscheidet Customer Development von klassischem New Product Development (NPD)?
9. Was ist ein Minimum Viable Product (MVP)?
10. Wie heißt die kleinste Produktversion, mit der man eine Annahme an echtem Kundenfeedback testen kann – wie beim Dropbox-Erklärvideo? Gib die Abkürzung ein.
11. Was war am Slack-Pivot die entscheidende Nuance?
12. Welche Aussagen beschreiben einen echten Pivot (im Unterschied zu planlosem Ausprobieren)? (Mehrfachauswahl möglich)
13. Bewerte jede Aussage zu Denkweise und Methoden als richtig oder falsch.
Der Build-Measure-Learn-Zyklus dient dazu, Annahmen zu testen und daraus
zu lernen.
Ein häufiger struktureller Fehler ist, ein Produkt zu bauen, bevor der
Kundenbedarf geprüft wurde (False Start).
Ein MVP ist das fertig entwickelte Produkt in Vollausstattung, lediglich
zu einem reduzierten Einführungspreis angeboten.
Die Denklogik „Annahme → Experiment → Lernen“ ähnelt dem
wissenschaftlichen Vorgehen „Hypothese → Test → Revision“.
– Evidenz & Fälle –
14. Was zeigte der randomisierte Kontrollversuch von Camuffo et al. (2020) mit 116 Startups?
15. Im Quick Commerce erreichte Flink Profitabilität, während Getir weit unter seiner Höchstbewertung verkauft wurde. Was zeigt dieser unterschiedliche Ausgang über Marktscheitern? (Mehrfachauswahl möglich)
Stark. Du hast die Kernideen aus Sitzung 1 durchgespielt:
Scheiterraten realistisch einordnen, Eisenmanns Muster erkennen, NPD von
Customer Development trennen und MVP/Pivot sauber definieren. Für die
Vertiefung: Tutorium 01.